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Mehr als drei Jahrhunderte Tradition.

Seit 1684 gehört der Pferde­markt zu Leonberg. Aus dem ursprüng­lichen Nutztier- und Krämer­markt entwickelte sich über die Jahr­hunderte ein viel­seitiges Fest, das Wandel und Tradition miteinander verbindet. Bis heute werden auf dem Markt­platz Pferde gehandelt – ganz tradi­tionell per Handschlag.
1865 Gemaelde Eingangsportal-Historie

1684

Gegründet am 9. Februar. In „trangseelig und geltklemmen Zeiten“ wird der Pferdemarkt eingeführt, verbunden mit einem Vieh- und Krämermarkt. Der Termin ist Ende Januar, die Dauer zwei Tage.

Durchschnittlich werden 50 Pferde verkauft. Auch Pferdetausch ist ein Geschäft. Im Wesentlichen werden Arbeitspferde, keine Zuchtpferde gehandelt.

1734

1733 Rechnungsueberschrift Vieh und Kraemermarkt

Herzog Karl Eugen

1768

Herzog Karl Eugen besucht den Markt. Sein Adjutant hält dieses Ereignis im Tagebuch fest. Das Tagebuch wird 1911 veröffentlicht, der Eintrag gilt als Ersterwähnung und führt zur Jubiläumsfeier 1920.

Wegen des zunehmenden Pferde­auftriebs wird der Viehmarkt auf den Tag danach verschoben und somit vom Pferde­markt getrennt. 1870 wird er sogar um eine Woche vorverlegt, 1952 wird er auf­gegeben.

1833

1830 Verkaufsliste Pferde und Viehmarkt

Pferdemarkt Anzeige

1840

Mindestens 200 Pferde werden verkauft. Bis zum 1. Weltkrieg werden 500-700 Pferde zum Markt gebracht. In Spitzenjahren sind es über 1000 Pferde. Ab 1880 tauchen auch Pferdemetzger auf.

König Karl besucht den Pferde­markt, „das Bauern­fest“. Die vier Jahre zuvor gegründete Feuer­wehr übernimmt den Ordnungs­dienst.

1865

Historische Eingangsportal

Marktverlegungsversuch

1871

Der Termin wird endgültig auf den zweiten Dienstag im Februar gelegt. 100 Jahre später versucht man erfolglos den Markt in die wärmere Jahreszeit zu verlegen.

Ein Hundemarkt bei Züchter Essig wird fester Bestandteil des Markts.

1878


1914

Auf Einladung der Stadt besucht der württembergische Kronprinz Herzog Albrecht . den Markt. Zum ersten Mal werden Pferde prämiert.

Man feiert das 150-jährige Jubiläum, wegen des Kriegs mit zwei­jähriger Verspätung. Zum Gründungs­jahr wird das Jahr 1768 bestimmt. Erst­mals wird mit einem Plakat geworben, das zeigt ein Pferd, einen Bauern und einen (Leonberger) Hund. Das Motiv wird 1992 wieder aufgegriffen.

1920


1920er Jahre

Der Markt wird um verschiedene Attrak­tionen angereichert, heute noch Bestand­teil des Fests: Reiter­vorführungen, Festzug, Karussel, Ausstellung land­wirtschaft­licher Maschinen.

Das neu angelegte Ausstellungs- und Festgelände an der Steinstraße und das Reiterstadion zeugen vom Wandel des Pferdemarkts: Der traditionelle Handel nimmt immer mehr ab, das Begleitprogramm wird bedeutender. Das Traditionsfest dauert jetzt drei Tage.

1960


1973

Nur noch 10 Pferde stehen auf dem Markt­platz, 194 werden zur Prä­mierung gebracht. Mit der Ein­führung einer Auf­wands­ent­schä­digung 1976 steigen die Zahlen der Handels­pferde auf 80-100.

Der Pferdemarkt dauert fünf Tage. Mit dem Kauf des Ansteckers „I mog d’r Leonberger Rossmärkt“ leisten die Besucher einen finanziellen Beitrag. Im Durch­schnitt kommen 120 Pferde auf den Markt, 200 Pferde und 75 Gespanne zur Prämierung

2011


2023

Ein hoch­wertiger Pin aus Metall löst den bisherigen Anstecker als Lieb­haber­stück und Erkennung­symbol für Fans des Leon­berger Pferde­markts ab.